Behindertensportverband und Hamburger Kanu-Verband verabschieden gemeinsames Sportentwicklungskonzept

Hamburg, 27.09.2017. Nach dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung am 31.05.2017 mit dem Zweck der gemeinsamen Förderung und Stärkung des Parakanu-Sports, haben der Behindertensportverband Hamburg und der Hamburger Kanu-Verband ein gemeinsames Sportentwicklungskonzept zur Förderung des Parakanu-Sports in Hamburg vereinbart. Dieses wurde von Andreas Meyer (Geschäftsführer Behindertensportverband Hamburg) und Niko Classen (Fachwart Parakanu des Hamburger Kanu-Verband) unterzeichnet und soll nun zeitnah umgesetzt werden.
Ziel ist es, einen Landesstützpunkt Parakanu aufzubauen und eine Trainingsgruppe einzurichten. Hierzu sollen ein Landestrainer eingestellt und ergänzende Fördermittel beantragt werden. Beide Verbände ziehen an einem gemeinsamen Strang und wollen die Zusammenarbeit auch weiterhin Intensivieren. Niko Classen als Fachwart beider Verbände übernimmt die Koordination und Umsetzung des Sportentwicklungsplans.

Erfolgreicher Start für die Mix-Zweier – Gold für Edina Müller und Ronny Rauhe

 
Erstmals starteten bei den Deutschen Meisterschaften der Kanurennsportlern und der Parakanuten die Sportler im Mix-Zweier. Dabei sitzen Behinderte und Nicht-Behinderte Kanuten gemeinsam im Boot. Das inklusive Angebot wurde sehr gut angenommen, und es gab viele Meldungen für dieses Rennen. Die prominenteste Bootsbesatzung waren die Medaillengewinner Edina Müller (Paralympics Silber in Rio) und Ronny Rauhe (Olympia Bronze in Rio). Sie gewannen dieses Rennen gegen die Konkurrenz erwartungsgemäß. Der Potsdamer Rauhe hatte spontan zugesagt, als die Rollstuhlfahrerin Edina Müller (Hamburger KC) ihn bei den Weltmeisterschaften letzte Woche gefragt hatte, ob er mit ihr in diesem Rennen an den Start gehen würde.
 
Für die Einer-Rennen der Parakanuten waren nur wenige Meldungen eingegangen. Viele Parakanuten hatten nach den Paralympics aufgehört, oder mussten Verletzungsbedingt absagen. Insgesamt kamen die Sportler aus 7 Vereinen nach München-Oberschleißheim auf die Olympia-Regattastrecke. Doch gab es spannende Rennen, vor allem im Kajak der Startklasse Kl 1 und im Va´a der Startklasse Vl 2. Zahlreiche Zuschauer verfolgten, trotz Regens, die Rennen und feuerten die Athleten begeistert an. Edina Müller holte sich auch im Rennen KL1 200 Meter die Goldmedaille.
 
Christel Schlisio

 

Parakanu - WM 2017

Ab Mittwoch, dem 23.August, beginnt die Parakanu-Weltmeisterschaft in Racice/ CZ. 134 Parakanuten aus 30 Ländern werden in 12 Rennen an den Start gehen. Für den Kanu-Weltverband ICF war es besonders wichtig, die Anzahl der Starter im Va´a Boot, dem Canadier der Parakanuten, zu erhöhen. Dies ist gelungen. Alle sechs Rennen der Parakanuten, drei bei den Frauen und drei bei den Männern, können auf Grund der hohen Starterzahl als Meisterschaftsrennen ausgetragen werden. Denn von einer sichtbaren Steigerung der Va´a Athleten-Anzahl hängt auch die Aufnahme dieser Kanusport-Disziplin bei den nächsten Paralympischen Spielen in Tokyo 2020 ab.
Aus Deutschland wird Anja Adler erstmals im Va´a an den Start gehen. Ihre ersten internationalen und nationalen Rennen fuhr die 28-jährige Hallenserin im Kajak der Startklasse Kl 3 in diesem Jahr. Die Rollstuhlfahrerin vom Halleschen KC 54 traut sich nun auch einen Start im Va´a zu.
Ein zweiter Hallenser wird ebenfalls sowohl im Kajak als auch im Va´a starten. Ivo Kilian tut dies bereits seit mehreren Jahren. Sein Lieblingsboot war und ist der Va´a. Er ist einzig vor zwei Jahren auf den Kajak umgestiegen, weil nur diese Disziplin in Rio 2016 paralympisch war. Er wurde dort Achter im Endlauf. Im Va´a ist der 40-jährige IT-Techniker in diesem Jahr bereits Zweiter der Europameisterschaften geworden.
Die beiden deutschen Silbermedaillen-Gewinner von Rio, Tom Kierey vom KC Borussia Berlin, und Edina Müller, Hamburger KC, hatten bei den Vorbereitungen für die Weltmeisterschaften mit Krankheit und Verletzungen zu kämpfen. So kommt die Aussage des Bundestrainers Arne Bandholz nicht von Ungefähr, die Chancen der beiden Top-Athleten bei der WM betreffend: “Edina Müller konnte sich auch wieder steigern, die Zeiten im Training sind deutlich stabiler, Ziel ist ganz klar das Podest. Bei Tom Kierey hoffe ich auf ein gutes Rennen, leider musste er durch eine Verletzung ein paar Tage im Vorbereitungs-Trainingslager aussetzten, weiterhin rückt das Feld bei der KL3 sehr eng zusammen.“

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Gold, Silber, 2xBronze für Hamburger Wildwassersportler

Das Weltmeisterrennen auf der Mur zeigte alle Facetten eines Wildbaches, geprägt von anhaltenden Regenfällen und hohem Wasserstand bis hin zur malerischen Kulisse eines typischen Alpenflusses. Qualifiziert hatten sich die Hamburger Finn Hartstein und Torben Plate vom WV Süderelbe und Meghan Jaedicke vom Ring der Einzelpaddler. Alle drei Athleten konnten sich ihre Erfolge durch eine gute Vorbereitung in ihren Heimatvereinen und Vorort sichern.
Allen voran Finn Hartstein mit Gold in der Classic Mannschaft, einem Vizemeister Titel im Einzel und einer Bronze Medaille im Sprint Team!
Das Classic-Rennen erfordert über die 6 km lange Distanz ein enormes Ausdauervermögen, hohe Konzentration und Stärke. So konnten die deutschen U23 Kajak-Herren in der Einzeldisziplin Gold, Silber und Bronze erringen. Die besten Voraussetzungen für einen WM-Titel im Mannschaftrennen. Finn Harstein, Nico und Marcel Paufler holten sich dann auch, wie erwartet, die Goldmedaille.

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